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Alaska-Ball

AktivierungGruppenspielOutdoorSportlich
Dauer
20 Min.
Gruppengröße
ab 12 bis 60
Schwierigkeit
Mittel
Alter
10 bis 60 Jahre
Sprache
Deutsch

Beschreibung

Kurzbeschreibung

Alaska-Ball ist ein bewegungsreiches Mannschaftsspiel mit zwei unterschiedlichen Aufgaben: Während eine Person durch Umrunden des eigenen Teams Punkte sammelt, holt das andere Team den Ball, bildet schnell einen Tunnel und rollt den Ball hindurch. Sobald die letzte Person den Ball hochhält und „Alaska!“ ruft, endet die Punktephase. Die Methode verbindet Laufen und Werfen mit schneller Orientierung, Absprachen und gemeinsamer Organisation.

Einordnung der Variante: Unter dem Namen Alaska-Ball werden mehrere verwandte Brennball-Varianten gespielt. Diese Anleitung beschreibt die bei EOS verwendete Grundform mit einer laufenden Person und einem Balltunnel. Andere belegte Formen, etwa das gemeinsame Umlaufen eines Feldes oder „Farbiges Alaskaball“, stehen unter Variationen. Vor dem Start muss deshalb eindeutig erklärt werden, welche Form gilt.

Pädagogische Lernziele

  • Kooperation und Selbstorganisation: Das Feldteam muss den Ball holen, eine sinnvolle Reihenfolge bilden und die Übergabe gemeinsam abschließen.

  • Kommunikation: Kurze, klare Absprachen helfen dabei, ohne Zusammenstöße einen Tunnel zu bilden.

  • Orientierung und Reaktion: Die Teilnehmenden wechseln schnell zwischen Werfen, Laufen, Ballholen und Aufstellen.

  • Werfen, Fangen und Rollen: Der Ball wird kontrolliert ins Feld geworfen, gesichert und zielgerichtet durch den Tunnel gespielt.

  • Fair Play: Beide Teams übernehmen dieselben Rollen und achten gemeinsam auf nachvollziehbare Punkte und Regelentscheidungen.

  • Reflexion von Teamrollen: Im Anschluss lässt sich besprechen, wie Verantwortung, Führung und Unterstützung verteilt waren.

Vorbereitung

  • Ein ebenes, hindernisfreies Spielfeld markieren. Als Orientierung nennt der Landessportbund NRW ungefähr 25 × 25 Meter; Größe und Laufweg werden an Gruppe und Raum angepasst.

  • Eine Abwurflinie und eine kompakte „Teaminsel“ markieren, um die die laufende Person ihre Runden dreht.

  • Zwei möglichst ausgeglichene Teams bilden. Das Startteam steht oder sitzt vollständig in seiner Teaminsel; das andere Team verteilt sich im Feld.

  • Einen weichen, gut greifbaren Ball verwenden. Wurfbereich, erlaubte Wurfhöhe und das Stopp-Signal vorab festlegen.

  • Entscheiden, ob nach einer bestimmten Zeit, nach einer festgelegten Zahl von Würfen oder bis zu einer Zielpunktzahl gespielt wird.

  • Den Tunnel und eine vollständige Laufrunde einmal langsam demonstrieren.

Spielablauf – Schritt für Schritt

  1. Das Startteam versammelt sich vollständig in der markierten Teaminsel. Eine Person steht mit dem Ball an der Abwurflinie.

  2. Auf das Startsignal wirft diese Person den Ball kontrolliert in das markierte Feld und ruft „Alaska!“.

  3. Direkt danach läuft sie außen um das eigene Team. Jede vollständig beendete Runde zählt einen Punkt.

  4. Das Feldteam holt den Ball. Die Person am Ball bleibt vorne stehen; alle anderen stellen sich zügig mit gegrätschten Beinen dahinter auf.

  5. Die vordere Person rollt den Ball durch den Beintunnel nach hinten. Verlässt der Ball den Tunnel, wird er an dieser Stelle wieder aufgenommen und weitergespielt; es gibt in der Grundform keinen automatischen Neustart.

  6. Die letzte Person nimmt den Ball auf, hält ihn sichtbar hoch und ruft laut „Alaska!“.

  7. Die laufende Person beendet die angefangene Runde nicht mehr. Nur vollständig abgeschlossene Runden werden notiert.

  8. Die Teams tauschen ihre Aufgaben: Das bisherige Feldteam wird zum Punkteteam und die nächste Person wirft.

  9. Es wird so lange gewechselt, bis jede Person einmal geworfen hat oder die vereinbarte Spielzeit beziehungsweise Zielpunktzahl erreicht ist.

  10. Zum Abschluss werden die Punkte gemeinsam geprüft und die Zusammenarbeit kurz ausgewertet.

Regeln auf einen Blick

  • Der Ball muss innerhalb des markierten Feldes landen und darf nicht gezielt auf Personen geworfen werden.

  • Die laufende Person umrundet die Teaminsel außen; nur vollständige Runden zählen.

  • Das Feldteam bildet den Tunnel dort, wo der Ball gesichert wurde, sofern die Spielleitung keine feste Tunnelzone vorgibt.

  • Der Ball wird durch den Tunnel gerollt und nicht zwischen den Beinen hindurch geworfen.

  • Der Ruf „Alaska!“ beendet die Punktephase sofort.

  • Beide Teams erhalten gleich viele Würfe oder gleich viel Spielzeit.

  • Das vereinbarte Stopp-Signal unterbricht das Spiel unabhängig vom Punktestand.

Textanleitung zum Vorlesen

„Wir spielen in zwei Teams. Das erste Team kommt vollständig in seine markierte Insel. Eine Person wirft den Ball ins Feld und läuft danach außen um das eigene Team. Jede vollständige Runde gibt einen Punkt. Das andere Team holt den Ball und stellt sich hinter der Person mit dem Ball zu einem Tunnel auf. Rollt den Ball durch alle Beine bis nach hinten. Die letzte Person hält den Ball hoch und ruft ‚Alaska!‘. Dann stoppt das Punktesammeln und die Teams wechseln ihre Aufgaben. Werft kontrolliert, achtet beim Aufstellen aufeinander und stoppt sofort bei unserem Stopp-Signal.“

Sicherheit und Zugänglichkeit

  • Nur auf einer ebenen, griffigen und freien Fläche spielen; Taschen, lose Gegenstände und Stolperstellen vorher entfernen.

  • Einen weichen Ball verwenden. Flache, kontrollierte Würfe vereinbaren und Würfe auf Personen untersagen.

  • Beim Ballholen und Tunnelbilden nicht drängeln. Die Person am Ball bleibt als Orientierung stehen, die anderen ordnen sich dahinter ein.

  • Zwischen Teaminsel und Spielfeld genügend Abstand lassen, damit Lauf- und Ballholwege sich nicht kreuzen.

  • Bei großen Gruppen mehrere kleinere Spiele parallel durchführen; dadurch werden Wartezeiten und unübersichtliche Laufwege reduziert.

  • Laufweg, Feldgröße und Ballart an Alter und Fähigkeiten anpassen. Eine Runde kann auch gehend oder mit einer anderen vereinbarten Fortbewegungsform absolviert werden.

  • Niemand muss eine Position einnehmen, die Schmerzen verursacht.

Reflexion / Transfer

Alaska-Ball macht sichtbar, wie schnell sich eine Gruppe unter Zeitdruck organisiert. Für eine pädagogische Auswertung sind konkrete Beobachtungen hilfreicher als der reine Punktestand.

Impulsfragen für die Nachbesprechung

  • Wie habt ihr entschieden, wer den Ball holt und wo der Tunnel beginnt?

  • Welche Absprachen haben euch schneller gemacht, ohne hektisch zu werden?

  • Wann haben alle mitgedacht, und wann haben einzelne Personen die Organisation übernommen?

  • Wie seid ihr mit einem schlechten Wurf oder einem verlorenen Ball umgegangen?

  • War der Wettkampf für beide Teams fair? Woran macht ihr das fest?

  • Was aus dem Spiel lässt sich auf Zusammenarbeit in eurer Klasse oder eurem Team übertragen?

Häufige Fehler der Gruppe

  • Alle laufen zum Ball, aber niemand übernimmt sichtbar die erste Position im Tunnel.

  • Die Reihe entsteht zu eng oder in einer Kurve, sodass der Ball hängen bleibt.

  • Die laufende Person schneidet die Teaminsel oder zählt unvollständige Runden.

  • Nach dem Alaska-Ruf wird weitergelaufen oder weitergezählt.

  • Das Spiel wird mit zu großen Teams durchgeführt; dadurch entstehen lange Wartezeiten und unübersichtliche Wege.

Quellen und Einordnung

Die Grundregeln und Lernziele wurden mit institutionellen Sportquellen abgeglichen. Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen beschreibt die Form mit laufender Person und Balltunnel. Das Schweizer Bundesamt für Sport dokumentiert über mobilesport.ch die Variante „Farbiges Alaskaball“. Die Unfallkasse Baden-Württemberg führt Alaska-Ball als Brennballvariante. Sicherheits-, Reflexions- und Moderationshinweise sind EOS-Praxisempfehlungen und keine angeblich einheitlichen offiziellen Spielregeln.

Variationen

Einfacher Einstieg

  • Kleinere Teams: Mit sechs bis zehn Personen pro Team werden Laufwege und Tunnel übersichtlicher.

  • Kleineres Feld: Den Ballholweg verkürzen und die Teaminsel näher an die Abwurflinie setzen.

  • Gehen statt Laufen: Für eine ruhigere oder zugänglichere Runde gilt schnelles Gehen als Fortbewegungsform.

Belegte Spielvarianten

  • Ganzes Team läuft: In der von der Unfallkasse Baden-Württemberg beschriebenen Form läuft das gesamte Wurfteam einen festgelegten Weg und sammelt pro rechtzeitig zurückgekehrter Person Punkte.

  • Farbiges Alaskaball: Mehrere farblich markierte Teams holen jeweils ihren Ball, bilden einen Tunnel und versuchen zuerst „Alaska“ zu rufen. Diese Form ist bei Jugend+Sport beziehungsweise mobilesport.ch dokumentiert.

  • Anderer Ballweg: Der Ball wird über den Köpfen, seitlich oder abwechselnd oben und unten weitergegeben. Nur Varianten wählen, die für die Gruppe körperlich sicher sind.

  • Anderes Wurfobjekt: Je nach Lernziel kann ein anderer weicher Ball verwendet werden. Frisbee oder kleine Bälle verlangen mehr Wurfsicherheit und sind keine automatische Erleichterung.

Kooperative EOS-Variante

Statt gegeneinander auf eine Zielpunktzahl zu spielen, versucht die gesamte Gruppe, in einer festgelegten Zeit eine gemeinsame Zahl sauberer Übergaben und vollständig gelaufener Runden zu erreichen. Nach einer Beratung erhält sie einen zweiten Versuch.

Tipps

Vor dem Spiel

  • Mit einer langsamen Proberunde beginnen und erst danach Punkte zählen.

  • Bei mehr als ungefähr 20 Personen pro Team lieber zwei parallele Felder aufbauen. Kleine Teams bedeuten mehr aktive Spielzeit.

  • Wurfzone, Teaminsel und Außenlinien sichtbar markieren. Die Laufbahn darf die Ballholwege nicht kreuzen.

  • Festlegen, wer Punkte zählt und welche Regel bei einem Ball außerhalb des Feldes gilt.

Während des Spiels

  • Auf kontrollierte Würfe und ein geordnetes Anstellen achten; Tempo darf nicht wichtiger als Sicherheit werden.

  • Bei einseitigem Verlauf Feld, Laufweg oder Teamzusammensetzung verändern, statt einzelne Personen unter Druck zu setzen.

  • Nach wenigen Durchgängen die werfende beziehungsweise laufende Person wechseln, damit alle Rollen tatsächlich verteilt werden.

  • Unklare Punkte sofort kurz klären. Längere Regeldiskussionen erst nach dem Durchgang führen.

Nach dem Spiel

  • Zuerst beschreiben lassen, was beobachtbar passiert ist; erst danach bewerten oder auf den Alltag übertragen.

  • Nicht nur Schnelligkeit würdigen, sondern auch klare Kommunikation, sicheres Verhalten und die Beteiligung aller.

Material

  • Weicher, gut greifbarer Ball1
  • Markierungshütchen oder kurze Markierungsseile4
  • Optional: Teammarkierungen in zwei Farben2

Schritte

  1. 1
    Schritt 1

    Spielfeld, Abwurflinie und Teaminsel markieren; Stopp-Signal und Spielende vereinbaren.

  2. 2
    Schritt 2

    Zwei ausgeglichene Teams bilden. Ein Team versammelt sich in der Teaminsel, das andere verteilt sich im Feld.

  3. 3
    Schritt 3

    Eine Person des Startteams wirft den Ball kontrolliert ins Feld und ruft „Alaska!“.

  4. 4
    Schritt 4

    Die werfende Person umrundet die eigene Teaminsel und sammelt pro vollständiger Runde einen Punkt.

  5. 5
    Schritt 5

    Das Feldteam sichert den Ball und stellt sich hinter der Person am Ball zu einem Tunnel auf.

  6. 6
    Schritt 6

    Die vordere Person rollt den Ball durch den Beintunnel bis zur letzten Person.

  7. 7
    Schritt 7

    Die letzte Person hält den Ball hoch und ruft „Alaska!“; das Punktesammeln endet sofort.

  8. 8
    Schritt 8

    Nur vollständig abgeschlossene Runden notieren und den Punktestand kurz bestätigen.

  9. 9
    Schritt 9

    Die Teams tauschen ihre Aufgaben und die nächste Person wirft.

  10. 10
    Schritt 10

    Nach gleicher Wurfzahl oder vereinbarter Zeit das Spiel beenden und die Zusammenarbeit reflektieren.

Fachlich verantwortlich: EOS Erleben e.V. · Zuletzt geprüft: 12.08.2026

Häufige Fragen zu Alaska-Ball

Wie funktioniert Alaska-Ball?
Eine Person sammelt Punkte, indem sie ihr eigenes Team umrundet. Gleichzeitig holt das andere Team den Ball, bildet einen Tunnel und rollt ihn bis zur letzten Person durch. Sobald diese „Alaska!“ ruft, ist die Punktephase vorbei. Dann tauschen die beiden Teams ihre Aufgaben.
Wie viele Personen braucht man für Alaska-Ball?
Die Grundform aus unserer Methodendatenbank ist für 12 bis 60 Teilnehmende gedacht. Bei großen Gruppen lohnt es sich, mehrere kleinere Spielfelder aufzubauen. So bleiben die Laufwege übersichtlich und alle kommen häufiger zum Zug. Wie Sie aufteilen, hängt von Platz, Alter und Gruppe ab.
Welches Material wird für Alaska-Ball benötigt?
Sie brauchen einen weichen, gut greifbaren Ball und gut sichtbare Markierungen für Spielfeld, Abwurflinie und Teaminsel. Farbige Teammarkierungen helfen zusätzlich. Das Material sollte zur Gruppengröße und zum Untergrund passen. Prüfen Sie Spielfeld und Laufwege vor dem Start gemeinsam auf Sicherheit.
Welche Alaska-Ball-Varianten gibt es?
Sie können das ganze Team laufen lassen, den Weg des Balls verändern oder mit mehreren farblich markierten Teams spielen. Außerdem lässt sich die Aufgabe auf ein gemeinsames, kooperatives Gruppenziel ausrichten. Wichtig ist, dass Regeln und Punktezählung vor jeder Runde eindeutig erklärt sind. Wählen Sie die Variante passend zu Alter, Platz und Lernziel.

Mehr Methoden für Bewegung und Teamorganisation

Zu Alaska-Ball gibt es weitere Methoden mit ähnlichem Fokus auf Aktivierung, Gruppenspiel, Outdoor. Diese Vorschau zeigt nur einen kleinen Ausschnitt.

Datenbank Vorschau: Weitere Methoden können Sie direkt bei EOS anfragen.

Teamarbeit auf einer Klassenfahrt praktisch erleben

EOS verbindet bewegungsreiche Gruppenaufgaben mit sicherer Anleitung und einer Reflexion, die zur jeweiligen Schulklasse passt.

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